Kurs Sicherungsgeräte

13. November 2015
17:00
15. Januar 2016
17:00

Erst kürzlich hat der DAV neue Richtlinien für die Hallenkletterei in den DAV-Kletterhallen veröffentlicht.

Es wird dort jetzt auf Halbautomaten umgestellt, was das genau bedeutet, ob man also in den Hallen auf die vornehmliche Nutzung einers Sicherungsgerätes orientiert oder lediglich bestimmte Sicherungsgeräte in den betreffenden Kletterkursen geschult werden, ist sicherlich eine Sache mit Handlungsspielraum.

Da aber Sicherungstechnik prinzipiell eine wesentliche Rolle beim Klettern, bieten wir in einem Kompaktkurs alles rund um die aktuellen Sicherungsgeräte.

Ihr werdet in verschiedene Sicherungsgeräte eingewiesen, könnt mit ihnen mehrere Routen sichern, um dann eine Entscheidung treffen zu können, womit ihr euch am sichersten fühlt. Ihr lernt das Für und Wider der einzelnen Geräte kennen und könnt das Sicherungsverhalten aller Geräte praktisch erproben.

Ein späteres Hin- und Herspringen zwischen Sicherungsgeräten ist nicht zu empfehlen, hier ist Routine das, was Leben retten kann und diese entsteht nur durch den wiederholten Gebrauch. Wir werden in der Beurteilung des Gebrauchs der verschiedenen Geräte eine Empfehlung abgeben, die letztliche Entscheidung verbleibt bei jedem einzelnen.

Der Kurs ist geeignet für die, die neugierig sind, was auf dem Markt ist, mit ihrem Sicherungsgerät nicht vollends zufrieden sind, für einen bestimmten Zweck ein besonders geeignetes Gerät suchen oder die nach DAV-Vorgaben nun beispielsweise von Tube auf einen Halbautomaten umsteigen wollen.

Teilnehmer:
maximal 4, Kletterpartner empfohlen aber nicht Bedingung
Material:
*Klettergurt & Schuhe (wenn vorhanden, kann auch geliehen werden)*das Sicherungsgerät, das ihr gerade benutzt
Die Sicherungsgeräte zum Training stellen wir.
Dauer: 3,5h
Kosten: 45 Euro
Termine:
13. November 2015, 17-20:30 Uhr
15. Januar 2016, 17-20:30 Uhr
Ort: Kletterhalle Löhmaer Schweiz
Anmeldung: Mail an outside-aktiv@mail.de oder über www.facebook.com/outsideaktiv

Sicherheits-Update beim DAV

smart Die Statistiken scheinen es herzugeben… ebenso, wie Unfälle zu einigen anderen Veränderungen in den Empfehlungen des DAV zum Hallenklettern geführt haben, trifft es jetzt die Sicherungsgeräte.Noch vor einigen Monaten erinnert man sich an Statistiken, die belegen, dass der Standartsicherer den Tube bevorzugt, die Zahlen sprachen für sich.
Man mag glauben, dass diese Verbreitung und Liebe zu einem Sicherungsgerät einhergeht mit allgemeinem Auskennen, weil die Bedienung überall dieselbe ist, man fast überall Antworten bekommt, falls man Fragen dazu hat…
Dass das nicht so ist, beweist nicht nur der Blick in die Hallen, sondern offenbar auch die Statistik. Wie es zur Alleinstellung des Tube kam, kann schwer erklärt werden. Ein Grund ist sicherlich der Preis, der Einsteiger dann doch lockt, zumal er vielseitig verwendbar ist.Scheinbar einfache Bedienbarkeit führt allerdings trotzdem dazu, dass man sich allzu oft in Hallen die Haare rauft und den anwesenden Schutzengeln danke sagt…
Nun die Entscheidung, das Problem beim Schopf zu packen und den Griff zu den Halbautomaten zu favorisieren… Dazu sei gesagt, dass dieselben Sicherungsfehler, die wir auch bei Tube & Co sehen, bei den Halbautomaten zu finden sind… auch da 24h-Bereitschaft bei den Schutzengeln oder eben verbrannte Hände, gestauchte Füße u.v.m.Das Grundproblem besteht wohl nicht so sehr darin, dass ein Sicherungsgerät besser oder schlechter ist und die Ausschließlichkeit, die gerade verbreitet wird, wird am Ende im selben Ergebnis enden.
 Es wird Menschen geben, die ihr Sicherungsgerät aus irgendeinem Grund nicht zur Verfügung haben und dann ersetzen müssen… beispielsweise durch einen HMS? HMS? Was war das gleich? Die simplen Methoden und Basics werden in Vergessenheit geraten, wenn die scheinbare Sicherheit der Halbautomaten Einzug hält…Den Handel wirds übrigens freuen… bald ist Weihnachten:))Wie handhaben wir das?
Ebenso, wie unsere Kletterkurse insgesamt umfassender sind, weil man Klettern nicht in kleine Dosen lernen kann (ebensowenig, wie man beim Autofahren erstmal nur geradeausfahren lernt und in einem Nachfolgekurs de Kurven…), verzichten wir auf DAS Sicherungsgerät.Wir glauben, dass Sicherungsgeräte ebenso zum Menschen passen müssen wie ein Helm oder die Schuhe… Es gibt wenig dazwischen.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele unserer Kursteilnehmer beim Smart landen, auch wir sichern fast ausschließlich damit, alternativ ebenso oft mit dem Grigri, mit dem aber viele Kursteilnehmer beosnders beim Vorstieg bei der Seilausgabe Probleme haben. Deshalb bevorzugen sie die Einfachheit eines Smart.

Aber sie alle hatten die Chance (und verbindliche Aufgabe), mindestens 3 Sicherungsgeräte (Tube, Grigri, Smart) im Betrieb mehrfach zu testen und treffen DANACH ihre Entscheidung. Deshalb kommt es alles in allem zu deutlich weniger Sicherungsfehlern, nicht zuletzt auch deshalb, weil immer jemand in der Halle einen kurzen Blick darauf hat und Nachlässigkeiten korrigiert werden.

Halbautomaten kontra dynamisches Sichern
Man kann nur hoffen, dass beim Umstieg auf Halbautomaten in den Köpfen klar wird, dass es Übung ist, die jetzt notwendig wird.

Es wäre spannend zu sehen, wie Sicherungskurse ab sofort ablaufen… gibt es DAS Sicherungsgerät, dass nun alle in der Halle lernen müssen oder kommt die Bandbreite zum Einsatz, die der DAV auch getestet hat?

Unsere Empfehlung beim Umstieg von Tube auf Halbautomaten wäre die Nutzung des Smart, weil deren Verwendung  gemeinsame Schnittstellen aufweist und somit die wenigsten Probleme bereiten dürfte.

Klar ist, dass auch Halbautomaten das Problem Unfall nicht abschliessend klären werden, wenn folgenden Tatsachen nicht mehr Rechnung getragen wird:
* zu wenig Kontrolle des Sicherungsverhaltens in den Hallen
* zu viel mangelhaft ausgebildete Kletterer
* kostenbegründete Konzentration auf ein Sicherungsgerät in einer Halle ohne Berücksichtigung persönlicher Prioritäten (im Übrigen müssen nicht einmal Kletterpartner dasselbe Sicherungsgerät nutzen!!)

Und nicht zu vergessen Zeit und Übung, die man braucht, um sich darauf verlassen zu können, dass der Sicherungspartner beim neuen Gerät Ablassgeschwindigkeit, die eigenen Reflexe und die verschiedenen Arten der Geräte zu blockieren im Griff hat. Man kann nur sehr hoffen, dass gleichzeitig mit dem Sicherungsupdate ein Problembewusstsein dafür geschaffen wird.

Wir werden den Test waagen und eine größere Auswahl Sicherungsgeräte mit unseren Kletterern testen. Wir werden sie der Situation aussetzen, umsteigen zu müssen… auf ein Gerät, dass sie im Kurs nicht benutzt haben. Seid gespannt auf den Bericht…

Die aktuellen Kurse Sicherungsgeräte findet ihr >>hier.

 

Sichern mit dem Tube

Wir hatten es erst kürzlich als Frage formuliert: inwiefern ist der Tube wirklich DAS Sicherungsgerät?

Im DAV Kletterzentrum Berlin ist es das empfohlene Gerät, es sichern exterm viele dort per Tube, von DAV empfohlen per Tunneln…. Das heisst, die Sicherungshand ist IMMER unten, ABER wiird zum Nachrutschen des Seils kurz gelockert… Großes Fragezeichen und der Grund, weshalb das Kletterzentrum Nordhessen jetzt nicht mehr auf Tube setzt.

Wir lehren in unseren Kursen selbst verschiedene Sicherungsgeräte sodass jeder das Seine finden kann. Meistgenutztes Gerät danach bleibt der Smart, für uns auch jede Empfehlung wert. Nutzt man einen Tube als Sicherungsgerät, gilt bei uns, dass die Sicherungshand IMMER (ohne Tunneln o.ä.) am Bremsseil bleibt: Oberes Seil nachziehen, dann unten beidhändig umgreifen… Kein Problem, dass jederzeit eine Hand fest am Bremsseil bleibt. Gleiche Verfahrensweise beim Umgreifen am Smart, auch wenn dieser von allein zu macht, wenn er vom oberen Seil Zug bekommt. Sicherheit geht auch hier vor, es ist also immer eine Hand fix am Bremsseil.

(Den Smart empfehlen wir übrigens auch für Linkshänder… in letzter Zeit wird das häufiger thematisiert.)

Also: Beitrag lesen und ernst nehmen…  richtig angewendet ist der Tube für uns eine gute Wahl, Konzentration, Aufmerksamkeit und Erfahrung vorausgesetzt. Aber eigentlich ja nicht wirklich extra anzumerken, oder? Wer Nackenschmerzen hat, unkonzentriert ist, gedanklich noch bei der eigenen Route o.ä. sollte Kaffeepause machen…

Der ganze Artikel hier…Artikel Sicherungsgeräte

 

Technikkurs mobile Sicherungen 2015

27. Juni 2015
19. September 2015

Raus aus der Halle und ran an den Fels – wäre da nicht das Problem mit den Sicherungsabständen!
In der Halle kein Problem, da kommt spätestens nach 2 m ein fest installierter Sicherungspunkt zum Exe klippen.

Draußen am Fels sieht es doch etwas anders aus, spätesten hier kommen mobile Sicherungen zum Einsatz, wenn die Route schön werden soll, ebenso bei Mehrseillängen in den Bergen – für notwendige Zwischensicherung oder Standplatzbau.

In diesem Kurs lernen wir die richtige Verwendung von mobilen Sicherungspunkten, Keilen, Friends, Reepschnur und Bandschlingen… die richtige Auswahl, den richtigen Umgang und nicht zu vergessen die Sache mit dem Kopf!

Wir bringen ausreichend Material (Keile, Friends, Reepschnur, Bandschlingen) mit und am Ende des Kurses sollte jeder seine selbst gesicherte Route klettern können.

Zum Üben geht es in die Döbritzer Schweiz.
Voraussetzung: Vorstieg UIAA 5+
Beginn: 9.00 Uhr
Treffpunkt: Gaststätte Döbritz

Kursgebühr: 69,00 €

Eure Kletterausrüstung nicht vergessen, sowie Essen und Trinken.

>>> zur Buchung

 

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Rückrufaktion Grigri 2… bitte beachten!

>> Hier die Infos zur Rückruf-Aktion.

Es gibt wie bereits schon einmal Probleme mit dem Hebel, allerdings bleibt die Funktionalität des Grigri als Sicherungsgerät im Sinne eines Tube oder Achter usw. erhalten, lediglich die Bremsfunktion entfällt. Man kann also die Klettertour ohne Schaden beenden, sollte das Gerät allerdings auf keinen Fall weiter nutzen.

Die Seriennummern der betroffenen Sicherungsgeräte findet ihr im Link.

neue Sicherungstechnik: ALPINE UP von Climb Technology

Neu auf dem Markt, auf der Messe von uns getestet, unbedingt empfohlen und auf Anfrage ab sofort bei uns erhältlich: der alpine up von Climb Technology. Alpin wie fürs Sportklettern nutzbar und vereint gleich mehrere sinnvolle Funktionen im Alpinmodus, ist somit auch interessant für click up-Nutzer.

Das Video erklärt alles, bei Interesse mail an outside-aktiv@mail.de, es sind einige Exemplare vorrätig.

So bitte nicht Abseilen, ihr mehr als 10000

Gestern habe ich auf YouTube ein Vido durch Zufall gefunden – wenn es nur beim Survival geblieben wäre, hätte ich nichts gesagt zum Thema. Aber Abseilen und Seilaufstieg gehen etwas anders und benötigen etwas mehr Wissen.  Aber schaut einfach mal selber…….

 

Und meine Bitte an euch – nicht nachmachen. Wer so einen Abseilkurs und Seillaufstiegskurs braucht sollte sich einen richtigen Kurs suchen!

Richtiges Sichern

…vor allem in Bodennähe – ein Thema, das wir aus aktuellem Anlass aufgreifen wollen, denn selbst unser “sicheres Sicherungsgerät”, der Smart, hat am Wochenende einem Kletterer einen Fall bis zum Boden beschert. Dazu hat der Kletterpartner alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, aber dann helfen auch sichere Sicherungen nicht mehr.

“Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.” (Ringelnatz)

Zum Thema hat der DAV ein Video ins Netz gestellt, das die Risiken, die zu wenig gesehen werden (die ersten Meter) gut verdeutlicht, besonders wenn man beim Ansehen das herauszieht, was nicht deutlich und oft genug gesagt werden muss: ein Sturz auf den allerersten Metern kann schneller mit Verletzungen enden, als einer aus recht großer Höhe (vorausgesetzt, das Sicherungsgerät wird beherrscht). Wichtig ist, dass kurze Sicherungsabstände in der Halle Sicherheit suggerieren, die aber keine ist, weil Einklicken des Seils am überstreckten Arm, Schlappseil, falsche Standposition des Sicherers gepaart mit Seildehnung und vielleicht noch fehlendem Fallschutz oder glattem Boden schnell einen Sturz auf Null  (und darunter) verursachen.

Das Video zeigt gut die Gefahr bei zu frühem Klicken und im Vergleich wird deutlich, was an Fallhöhe entsteht. Vernachlässigt wird u.a. die Seildehnung, durch die der Kletterer vermutlich in Version 1  (hier abgestiegen und nicht gefallen!!) direkt neben dem Sicherer angekommen wäre, hätte es sich um einen realen Sturz gehandelt. Wichtig: der Sicherer hätte für diesen Worst Case noch nicht einmal unaufmerksam sein oder einen Fehler machen müssen!

Wir würden zum Video daher noch einige Dinge zusätzlich zu bedenken geben, die die Sturzhöhe weiterhin beeinflussen:
* Die Position des Sicherers während der ersten Meter ist entscheidend, Steht dieser zu weit von der Wand entfernt, kommt diese Entfernung zur Sturzhöhe hinzu, weil er in den meisten Fällen an die Wand gezogen wird. Wichtig ist eine Abstimmung der Kletterpartner darüber, wie man die ersten beiden Exen sichert. Je nach Abstand und  Fallschutzsituation kann es sogar sinnvoll sein, das Seil noch gar nicht straff zu ziehen, weil dem Kletterer ein Sturz ins Seil (schmerzhaft!) erspart bleibt. Fehlt der Fallschutz oder ist Sicherung 2 bereits viel zu hoch, kommt das nicht infrage. Hier ist Eigenverantwortung gefragt! Steht der Sicherer an der ersten Sicherung zwecks möglichst kurzem Weg direkt unter der Route, fällt der Kletterer direkt auf einen selbst…auch das wird oft nicht bedacht.

* Schlappseil oder nicht? Besonders im Vorstieg haben eingespielte Teams hier Vorteile… Während des Herausziehens des Seils entsteht zwangsläufig Schlappseil. Das aber gut zu “portionieren” und ggf. zu sehen, wann der Kletterer doch ein Problem bekommt und man besser schnell Seil einzieht, anstatt weiter auszugeben, bedarf großer Aufmerksamkeit und Konzentration auf den Kletterer! Der beste Begriff dafür: Nabelschnur (danke, Christian…)… wer diesen Zustand als Kletterteam erreicht hat und am Seil spürt (sensible Hand), was zu tun ist, ist eindeutig im Vorteil.

Beobachtenswert: wieviel Schlappseil entsteht beim Klicken, selbst bei Klicken in günstiger Höhe?
Allein durch die Art, das Seil herauszuziehen, um zu klicken, kann und ensteht zusätzlich Schlappseil (zum komfortablen Klicken benötigte Länge). Man muss dazu nur beobachten, wieviel Seil man NACH dem Klicken im Vorstieg wieder einziehen muss, damit der Kletterer in einer Seilhängeposition kommen würde (Kommando “zu”). Als Faustregel kann man ca.10% der ausgezogenen Klicklänge (Weg zwischen Einbindeschlaufe, zu klippende Exeden und den letzten Sicherungspunkt) ansetzen.

Das heißt konkret bei Exenabstand 1,50m und Sicherer, der ohne Schlappseil direkt an der Wand steht:
Fall 1 (Klicken in Hüfthöhe): 1,50m Seil von der letzten Umlenkung ab gerechnet + bis 50cm Abstand zum Gurt + 10% = 2,20m Schlappseil
Fall 2 (Klicken in Schulter-/Kopfhöhe): 1,50m Seil von der letzten Umlenkung ab gerechnet + mind. 70cm Abstand zum Gurt + 10% = 2,42m Schlappseil
Fall 3 (Klicken mit getrecktem Arm): 1,50m Seil von der letzten Umlenkung ab gerechnet + bis 1.30 cm Abstand zum Gurt + 10% = 3,08m Schlappseil
(Bilder zur Veranschaulichung…kleine Rechenaufgabe dazu: Ab welcher geklickten Sicherung fällt man ohne Bodenberührung?)

Das heißt, inklusive Seildehnung gerechnet, landet ein Kletterer bei einem Sturz bis Sicherung 3 in jedem Fall direkt am Boden (und das ohne Schlappseil vom Sicherer, ohne Sicherungsfehler und einem Sicherer der stabil stehen bleibt.)!

* Das immer noch zu wenig bedachte Thema: Sicherungsgerät. Es gibt viele (zum Teil immer noch schlechte) Kletterkurse, aber wenige Sicherungskurse (hier wird Klettern als TRENDSPORT zum Geldverdienen genutzt…). Oftmals sichern auch Personen, die selbst weniger Klettererfahrung haben, die noch weniger als erfahrene Kletterer wissen, wie sich etwas anfühlt, was wann passiert und was wann am besten getan wird. Umso wichtiger ist es, dass man das richtige Sicherungsgerät für sich findet (es gibt nicht DAS Sicherungsgerät, auch wenn jedes sein Für und Wider hat und wir immer wieder den Smart empfehlen würden, mit gerade dem aber am Wochenende der Unfall passiert ist). Wir bieten darum Sicherungskurse an, bei denen Sicherungsgeräte getestet werden können und man in die Eigenheiten des Gerätes eingewiesen wird, für das man sich entscheidet und das man möglichst auch nicht wechseln sollte.

Und: bei “sichere mal schnell” sollten alle Alarmglocken läuten!!!  Wer unsicher ist, sollte sichern üben, aber mit fachkundiger Hilfe an seiner Seite (einem zweiten Nachsicherer, der eingreifen kann und mit einem Kletterer in einer vorerst leichten Route) und vor allem Nachstieg UND Vorstieg Sicherungs Technik üben!

Sicher sichern heißt allerdings noch viel mehr. Der Sicherer trägt die Verantwortung für den, der gerade klettert, was auch heißt, dass er die Klettertour unterbrechen sollte, wenn sich zwei Kletterer in parallelen Routen im Vorstieg befinden und gegenseitig behindern oder gar verletzen können, man den Kletterer daran hindert, falsch geklickte Sicherungen an gefährlichen Stellen umzuhängen, anstatt sich vorher anderweitig zu sichern oder vieles mehr. NUR den Sicherer gibt es nicht, prinzipiell klettern immer BEIDE Kletterpartner, sobald einer von beiden in die Route einsteigt. Und Verantwortung für den, der (besonders in Hallen) neben einem klettert, ist nicht immer nur Höflichkeit oder Hilfe für den anderen, sondern oft auch Eigenschutz.